Zum Gedenken an die Wannsee Konferenz vor 70 Jahren
Die Wannsee-Konferenz
Für den 20. Januar 1942 lud der von der NS-Führung mit der "Endlösung der Judenfrage" beauftragte Reinhard Heydrich 13 Staatssekretäre verschiedener Ministerien sowie hohe Partei- und SS-Funktionäre zu einer "Besprechung mit anschließendem Frühstück" in die Berliner Villa "Am Großen Wannsee 56-58" ein. Thema der Konferenz war die Koordinierung der Zusammenarbeit aller an der "Endlösung" beteiligten Dienststellen. Das Protokoll der Besprechung führte Adolf Eichmann, zuständig für die zentrale Organisation der Deportationen. Durch dieses Protokoll sind die wesentlichen Ziele und Ergebnisse der Besprechung überliefert: die Unterrichtung der Teilnehmer über den Plan zum Mord an den europäischen Juden und die ausdrückliche Betonung der Federführung des Reichsführers der Schutzstaffel (SS), Heinrich Himmler, und Reinhard Heydrichs. Ein vorrangiges Ziel der Zusammenkunft war die Einbindung der vertretenen Institutionen in die Planung und technisch-organisatorische Umsetzung des Völkermords. Dieser war zum Zeitpunkt der Konferenz bereits in vollem Gang. Einsatzgruppen hatten bis Januar 1942 in Polen und in der Sowjetunion schon über 500.000 Juden erschossen oder in Gaswagen qualvoll vergast. Nun aber setzte der NS-Staat alle Mittel ein, um den Völkermord europaweit zu koordinieren und systematisch durchzuführen.
Lesejahr Markusevangelium
In diesem Jahr hören wir im Gottesdienst das Markus Evangelium. Es ist geschrieben worden, damit Menschen in ihrem Glauben an Jesus, den Messias Gottes, bestärkt werden. Auch wir hören immer wieder Worte der Heiligen Schrift, weil sie uns im Glauben bestärken. Die Evangelien sind die Gegenwart des auferstandenen Herrn, bis er wiederkommt. Eine Einleitung von Pfarrer Matthias Schnegg. (weiter lesen)
wort + tanz + musik
Seit 2001 lesen wir zweimal im Jahr in Sankt Maria in Lyskirchen ein ganzes biblisches Buch. Teile in der jeweiligen Originalsprache. Begleitet von Musik und Tanz. Die Bücher der Offenbarung wirken aus sich – als GottWortErfahrung in die Nacht Vorbereitungsabend mit Dr. Gunter Fleischer ist am 1. März 2012 um 19 Uhr im Pfarrsaal. Sie sind eingeladen.
Sie folgten Jesus und sahen, wo er wohnte, und blieben bei ihm
+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
In jener Zeit stand Johannes am Jordan, wo er taufte, und zwei seiner Jünger standen bei ihm. Als Jesus vorüberging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes! Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus. Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, fragte er sie: Was wollt ihr? Sie sagten zu ihm: Rabbi - das heißt übersetzt: Meister -, wo wohnst du? Er antwortete: Kommt und seht! Da gingen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm; es war um die zehnte Stunde. Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer der beiden, die das Wort des Johannes gehört hatten und Jesus gefolgt waren. Dieser traf zuerst seinen Bruder Simon und sagte zu ihm: Wir haben den Messias gefunden. Messias heißt übersetzt: der Gesalbte - Christus. Er führte ihn zu Jesus. Jesus blickte ihn an und sagte: Du bist Simon, der Sohn des Johannes, du sollst Kephas heißen. Kephas bedeutet: Fels - Petrus.
Joh 1, 35-42
Die Taufe Jesu im Deckenfresko von Sankt Maria in Lyskirchen aus dem 13. Jahrhundert (FOTO: ANNA C. WAGNER)
Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden
+ Aus dem heiligen Evangelium nach Markus
Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes: Es begann, wie es bei dem Propheten Jesaja steht: Ich sende meinen Boten vor dir her; er soll den Weg für dich bahnen. Eine Stimme ruft in der Wüste: Bereitet dem Herrn den Weg! Ebnet ihm die Straßen! So trat Johannes der Täufer in der Wüste auf und verkündigte Umkehr und Taufe zur Vergebung der Sünden. Ganz Judäa und alle Einwohner Jerusalems zogen zu ihm hinaus; sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen. Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften, und er lebte von Heuschrecken und wildem Honig. Er verkündete: Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich; ich bin es nicht wert, mich zu bücken, um ihm die Schuhe aufzuschnüren. Ich habe euch nur mit Wasser getauft, er aber wird euch mit dem Heiligen Geist taufen. In jenen Tagen kam Jesus aus Nazaret in Galiläa und ließ sich von Johannes im Jordan taufen. Und als er aus dem Wasser stieg, sah er, dass der Himmel sich öffnete und der Geist wie eine Taube auf ihn herabkam. Und eine Stimme aus dem Himmel sprach: Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Gefallen gefunden.
Mk 1, 1-13
Zur Zeit werden die Bilder der Fresken von Sankt Maria in Lyskirchen aus dem 13. Jahrhundert nach und nach in dieser Webseite eingestellt. Die Bilder des östlichen Gewölbe finden Sie bereits unter DIE FRESKEN DES ÖSTLICHEN GEWÖLBE
FOTO: Anna C. Wagner
FOTO: Matthias Schnegg
FOTO: Michael Rasche
Mevlana Rumi 1207-1273
Es gibt nur eine Religion,
die Religion der Liebe.
Eine Sprache,
die Sprache des Herzens.
Es gibt nur eine Rasse,
die menschliche Rasse.
Es gibt nur einen Gott,
allgegenwärtig.
Gott ist Liebe.
Lebe in Liebe.
(Mevlana Rumi)
Sankt Maria in Lyskirchen ist die kleinste unter den großen romanischen Kirchen, sie ist auch die Einzige, deren historische Gewölbefresken
aus dem 13. Jahrhundert zu einem großen Teil erhalten sind. Sie wurden in den Jahren 1879 bis 1881 freigelegt. In den drei Mittelschiffsjochen sind jeweils vier Szenen des Alten und des Neuen
Testaments in gegenseitigem Bezug dargestellt. Der Name Lyskirchen geht möglicherweise auf die Stiftung eines Lysolfus, Mitglied eines Kölner Patriziergeschlechts, zurück. Nach dem vor der
römischen Stadt gelegenen Ort hieß sie ursprünglich St. Maria in Nothausen.
Erstmalig urkundlich erwähnt wird sie im Jahre 948. Der erhaltene dreischiffige romanische Bau entstand um 1210 bis 1220. Es handelt sich um eine Basilika mit Emporen, deren Ostapsis von zwei
Turmbauten flankiert wird, von denen nur der nördliche ausgebaut wurde. Seine Gestalt folgt dem Vorbild von St. Aposteln: ursprünglich Falthelm, heute Rautenhelm über vier Giebeln. Im Inneren
öffnen sich hier Chornebenkapellen. Die obere Partie der Apsis, die Emporenöffnungen und die Fenster wurden im 17. Jahrhundert in gotisierenden Formen umgestaltet.
An der Westfassade, deren obere Partien im 19. Jahrhundert neu gefasst wurden, hat sich eines der eigenwilligsten Portale Kölns erhalten: Das von einer Girlande gerahmte Bogenfeld über der
säulenflankierten Giebelsturzpforte zeigt einen blinden Zackenbogen, dessen nächste Verwandte in der Westvorhalle von St. Andreas und in den Fächerfenstern von St. Gereon zu finden sind. St.
Maria in Lyskirchen wird auch Schifferkirche genannt, weil dort die spätgotische „Schiffermadonna“ verehrt wird. Der Flügelaltar in der Katharinenkapelle ist eine Kopie des Originals von 1420,
das sich im Städel-Museum, Frankfurt, befindet. Die Marienstatue steht in einer von Peter
Hecker ausgemalten Wandnische, die zur Maria aufschauende Schiffer zeigt. Im Unterschied zu den anderen elf romanischen Kirchen blieb St. Maria in Lyskirchen im Zweiten Weltkrieg weitgehend
unversehrt.
Wenn Steine sprechen: Eine Betrachtung zu den Steinmetzarbeiten am Portal von Sankt Maria in Lyskirchen von
Matthias Schnegg.
Vier Vogelwesen, die Menschen- oder Tierköpfe tragen sind in dem Gesims über dem Portal von Sankt Maria in Lyskirchen dargestellt. Sie symbolisieren vier
Hauptlaster: INVIDIA (Neid), SUPERBIA (Stolz), LUXURIA (Wollust) und AVARITA (Habgier). Weitere Hauptlaster sind nicht
dargestellt. Was sollen uns diese Steine sagen?
„Das Gebet (abgeleitet von dem deutschen Substantiv Bitte) bezeichnet eine zentrale Glaubenspraxis vieler Religionen. Es ist eine verbale oder nonverbale, rituelle Zuwendung an ein transzendentes Wesen (Gott, Gottheit, Göttin). Neben dem Vorgang des Betens (als gemeinschaftliches oder persönliches Gebet) wird im Deutschen mit „Gebet“ auch ein vorformulierter, feststehender Text bezeichnet. Ein solches Gebet kann auf einen bestimmten Urheber zurückgehen (z. B. den Religionsstifter, einen Heiligen oder einen religiösen Schriftsteller). Manche Gebete werden zu einem bestimmten Anlass im Leben des einzelnen oder der Gemeinschaft verrichtet. Gebete werden in der Familie oder in der Religionsgemeinschaft tradiert und gelernt. Die bekanntesten Gebete sind im Judentum das Schma Jisrael und im Christentum das Vaterunser. Die Gebets- und Liedersammlung der Psalmen hat für Judentum und Christentum Bedeutung“. So heißt es trocken bei WIKIPEDIA. Aber das Gebet muss mehr Sache des Herzens als des Verstandes, weniger Arbeit der Vernunft als Bewegung des Willens sein ... sagte der französischer Erzbischof und Schriftsteller François de Salignac de La Mothe-Fénelon(*1651- +1715). Aber schauen SIE selbst.
So spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich gemacht hat, Israel: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!
(Jesaja 43,1)
Namenstage im Januar
1. Neujahr, Maria
2. Makarius, Gregor, Otfried, Dietmar
3. Genoveva, Odilo, Irma
4. Angelika, Christiane
5. Emilia, Johann Nep.
6. Heilige 3 Könige, Raimund
7. Reinhold, Valentin
8. Severin, Erhard, Gudula, Heiko
9. Adrian, Julian, Alice
10. Paul Eins., Leonie
11. Thomas v.C.
12. Ernst, Tatjana, Xenia
13. Jutta, Hilmar, Hilarius
14. Rainer, Felix, Engelmar
15. Arnold, Romedius, Mauro, Arno
16. Marcel, Tilman, Dietwald, Uli
17. Anton Eins., Rosalind
18. Margitta, Ulfried, Uwe
19. Mario, Pia, Martha
20. Fabian, Sebastian, Ursula
21. Agnes, Meinrad, Ines
22. Vinzenz, Dietlinde, Jana
23. Hartmut, Emerentia, Guido
24. Franz v. S., Vera, Thurid, Bernd
25. Pauli Bekehrung., Wolfram
26. Timotheus u. Titus, Paula
27. Angela, Alrun, Gerd
28. Manfred, Thomas v. A., Karl, Karolina
29. Gerhard, Gerd, Josef Fr.
30. Martina, Adelgunde
31. Johannes B., Marcella, Rudbert
Hochfest
Erscheinung des Herrn
Dreikönig
Freitag, den 06. Januar 2012
um 18 Uhr Festhochamt zur Erscheinung
des Herrn mit Segnung von Brot und Salz
Sonntag, den 01. Januar 2012 - NEUJAHR 2012 Weltfriedenstag
Hochfest der Gottesmutter Maria
um 18 Uhr Hochamt zum Jahresbeginn, nach der Heiligen Messe Erteilung
des persönlichen Segens zum Jahresbeginn
Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.
Noch will das alte unsre Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last.
Ach Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen
das Heil, für das du uns geschaffen hast.
Und reichst du uns den schweren Kelch, den bittern
des Leids, gefüllt bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus deiner guten und geliebten Hand.
Doch willst du uns noch einmal Freude schenken
an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
dann wolln wir des Vergangenen gedenken,
und dann gehört dir unser Leben ganz.
Lass warm und hell die Kerzen heute flammen,
die du in unsre Dunkelheit gebracht,
führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen.
Wir wissen es, dein Licht scheint in der Nacht.
Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
so lass uns hören jenen vollen Klang
der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
all deiner Kinder hohen Lobgesang.
Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
Text: Dietrich Bonhoeffer (1944)
Nach ihm ist der 31. Dezember benannt: PAPST SILVESTER I.
SILVESTER
Das Kirchenjahr endet nicht an Silvester, sondern vor der Vesper am Vorabend des 1. Adventssonntags, und der Weihnachtsfestkreis endet erst an Epiphanias (6. Januar, „Erscheinung des Herrn“, evangelisch) bzw. am Fest der Taufe Jesu am darauffolgenden Sonntag (katholisch). Silvester ist ursprünglich ein Heiligen-Gedenktag und nicht eigentlich ein kirchlicher Feiertag zum Jahreswechsel. Dennoch wird Silvester als Jahrsschluss vielerorts auch kirchlich begangen, denn: „Es ist unwiderruflich, daß Anfang und Ende des bürgerlichen Jahres auch auf die Kirchengemeinde größeren Eindruck machen als die des Kirchenjahres“ (J. Smend).
Silvestergottesdienste am Nachmittag, am Abend oder in der Nacht geben Raum für die Thematisierung von Vergänglichkeit und Neuanfang, Wunsch, Dank und Bitte, häufig sind sie musikalisch oder meditativ gestaltet. Nach Friedrich Kalb sollen sie ab 1776 stattgefunden, nach Andreas Strauch ab 1836 rechtlich Anerkennung gefunden haben. In Evangelischen Gottesdiensten wird in der Predigt des Altjahresabends oft die Jahreslosung ausgelegt und das Motto vergehende Zeit beispielsweise mit dem Lied Von guten Mächten wunderbar geborgen steht im Mittelpunkt.
In der katholischen Liturgie sind Messfeiern am Abend des Silvestertages Vorabendmessen zum Oktavtag von Weihnachten, dem Hochfest der Gottesmutter Maria am 1. Januar. Der Jahreswechsel wird dabei in der Regel dankend oder fürbittend erwähnt, etwa durch den Gesang des Te Deum.
Fest der Heiligen Familie
Für die Familie von heute. Vater, Mutter und Kinder, was kann für sie die Heilige Familie von Nazaret bedeuten? Damals war doch alles ganz anders. Alles? Da war das Kind, das sie liebten: Maria, die Mutter, und Josef, der Vater an Gottes statt. Diese drei waren eins, in Ehrfurcht und Liebe.
Fragen und Schmerzen warten auf das Kind und die Eltern. Nichts kann ihnen schaden: nichts dem Kind, das geliebt wird, und nichts den Eltern, die vertrauen und bereit sind, das Leben des Kindes und ihr eigenes zu wagen.
28. Dezember UNSCHULDIGE KINDER
Die Erzählung vom Kindermord in Betlehem steht bei Mt 2, 16-18; Matthäus sieht in diesem schrecklichen Vorgang des Prophetenwort Jeremia 31, 15 erfüllt. Einen liturgischen Gedenktag dieser kindlichen „Blutzeugen“ im Anschluss an Weihnachten gibt es seit dem 5. Jahrhundert. Cäsarius von Arles, Augustinus und andere Kirchenväter haben die kindlichen Märtyrer gerühmt, denen es vergönnt war, nicht nur als Zeugen für Jesus, sondern stellvertretend für ihn zu sterben.
Hl. Johannes
Johannes war der Lieblingsjünger Jesu, der beim letzten Abendmahl an seinem Herzen lag. Der heilige Apostel Johannes, Sohn des Zebedäus und der Salome, Bruder des älteren Jakobus, war zuerst Jünger des Täufers Johannes. Die Zebedäussöhne waren am See Gennesaret von Jesus zu Jüngern berufen worden und genossen mit Simon Petrus eine Vorrangstellung. Sie durften bei der Verklärung und im Garten Getsemani anwesend sein. Johannes war der Jünger, den Jesus liebte und dem er unter dem Kreuz seine Mutter anvertraute. Später war Johannes eine der Säulen der Gemeinde von Jerusalem und Samaria. Nach alter Überlieferung hat Johannes später in Ephesus gewirkt. Unter Domitian wurde er auf die Insel Patmos verbannt, wo er die Geheime Offenbarung geschrieben haben soll. Nach Ephesus zurückgekehrt, verfasste er dort das vierte Evangelium und die Johannesbriefe. In Ephesus sei er dann auch in hohem Greisenalter um das Jahr 100 gestorben. Die Bibelwissenschaft kann Johannes, den Verfasser des Evangeliums und Johannes, den Verfasser der Apokalypse, nicht als den Jünger, "den der Herr liebhatte" anerkennen und unterscheidet auch den Autor der Apokalypse von dem, der sich selbst als Verfasser des Evangeliums nennt.
Dargestellt wird Johannes mit einem Adler, Kelch mit Schlange, Ölkessel.
Post aus Lyskirchen zum Sonntag, so der Titel unseres sonntäglichen Newsletter. Der Newsletter enthält unter anderem den aktuellen Predigtext von Matthias Schnegg zu dem Sonntagsevangelium oder zu der Lesung des Alten Testamentes. Weiter finden Sie im Newsletter die Termine der kommenden Woche für Sankt Maria in Lyskirchen und die aktuellen Nachrichten aus der Gemeinde. Wenn Sie den Newsletter abonnieren wollen, so tragen Sie sich rechts in der Spalte ein.
begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die aller erste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann ging, dass er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt. Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger. Und als sie dort waren, kam die Zeit, dass sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge. Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.
(Lukasevangelium 2, 1-14)
26. Dezember: Hl. Stephanus
Ich sehe den Himmel offen und den Menschensohn zur Rechten Gottes stehen.
Der heilige Stephanus war einer der sieben Diakone der christlichen Urgemeinde in Jerusalem. In Streitgesprächen besonders vor hellenistisch gebildeten Juden vertrat er die Wahrheit der Lehre Jesu Christi. Auch vor dem Hohen Rat von Jerusalem hielt er eine glänzende Verteidigungsrede.
Deshalb wurde er zum Tode durch Steinigung verurteilt. Bei der Vollstreckung des Urteils legten die Zeugen ihre Kleider zu Füßen des Saul, des späteren Apostels Paulus, nieder. Nach dem Tod Stephans mussten die hellenistisch gebildeten Christen Jerusalem verlassen und gründeten Gemeinschaften außerhalb der Heiligen Stadt.
Stephans Gebeine wurden 415 aufgefunden. Teile seiner Reliquien kamen später über Konstantinopel nach Rom.
Ehe die Figur von Maria Brecht in die Krippe gestellt wurde, öffnete sich ein letztes mal der Vorhang auf der kleinen Bühne für die Sängerin
In einer kleinen Feierstunde wurde am Montag, den 19.12.2011 die Sängerin in die Krippe gestellt. Diese Figur ist Maria Brecht gewidmet, die in diesem Jahr an Karfreitag verstarb und für Lyskirchen sehr, sehr viel getan hat ...
Wem von den sonntäglichen Gottesdienstbesucher ergeht es nicht auch so, dass er dieses Bild vor Augen hat? Kurz vor der Messe öffnet sich die Sakristeitür und heraus tritt eine zierliche Dame, geht behutsam zur Nikolauskapelle, die Stufen neben der Kanzel hinab um sich auf ihren Stuhl innerhalb der Gemeinde zu setzen. Nein sie öffnet nicht mehr die Tür und kommt die Stufen herab. An Karfreitag 2011 ist Frau Brecht verstorben. Mehr als 10 Jahre war Sankt Maria in Lyskirchen ihr Leben. Sie war für die Kirche immer da. Vor ihrer Pensionierung war sie 40 Jahre Mitglied des Kölner Opernchores und die Musik war ihre Welt. Als ihr aktives Berufsleben zu Ende war widmete sie sich ehrenamtlich voll und ganz der kleinen romanischen Kirche am Rhein. Sie war bescheiden und von unendlicher Sanftmut. Die Krippe in Lyskirchen hat sie mit helfender Hand stets mit begleitet. Ihre Erfahrung aus ihrer Bühnenarbeit an der Oper hat so manches Bild in der Krippe durch sie entstehen lassen. Wir vermissen Frau Maria Brecht sehr...
Lesung aus dem zweiten Buch Samuel
Als nun der König in seinem Haus wohnte und der Herr ihm Ruhe vor allen seinen Feinden ringsum verschafft hatte, sagte er zu dem Propheten Natan: Ich wohne in einem Haus aus Zedernholz, die Lade Gottes aber wohnt in einem Zelt. Natan antwortete dem König: Geh nur und tu alles, was du im Sinn hast; denn der Herr ist mit dir. Aber in jener Nacht erging das Wort des Herrn an Natan: Geh zu meinem Knecht David, und sag zu ihm: So spricht der Herr: Du willst mir ein Haus bauen, damit ich darin wohne? Seit dem Tag, als ich die Israeliten aus Ägypten heraufgeführt habe, habe ich bis heute nie in einem Haus gewohnt, sondern bin in einer Zeltwohnung umhergezogen. Habe ich in der Zeit, als ich bei den Israeliten von Ort zu Ort zog, jemals zu einem der Richter Israels, die ich als Hirten über mein Volk Israel eingesetzt hatte, ein Wort gesagt und sie gefragt: Warum habt ihr mir kein Haus aus Zedernholz gebaut? Sag also jetzt meinem Knecht David: So spricht der Herr der Heere: Ich habe dich von der Weide und von der Herde weggeholt, damit du Fürst über mein Volk Israel wirst, und ich bin überall mit dir gewesen, wohin du auch gegangen bist. Ich habe alle deine Feinde vor deinen Augen vernichtet, und ich will dir einen großen Namen machen, der dem Namen der Großen auf der Erde gleich ist. Ich will meinem Volk Israel einen Platz zuweisen und es einpflanzen, damit es an seinem Ort (sicher) wohnen kann und sich nicht mehr ängstigen muss und schlechte Menschen es nicht mehr unterdrücken wie früher und auch von dem Tag an, an dem ich Richter in meinem Volk Israel eingesetzt habe. Ich verschaffe dir Ruhe vor allen deinen Feinden. Nun verkündet dir der Herr, dass der Herr dir ein Haus bauen wird. Wenn deine Tage erfüllt sind und du dich zu deinen Vätern legst, werde ich deinen leiblichen Sohn als deinen Nachfolger einsetzen und seinem Königtum Bestand verleihen. Er wird für meinen Namen ein Haus bauen, und ich werde seinem Königsthron ewigen Bestand verleihen. Ich will für ihn Vater sein, und er wird für mich Sohn sein. Wenn er sich verfehlt, werde ich ihn nach Menschenart mit Ruten und mit Schlägen züchtigen. Meine Huld aber soll nicht von ihm weichen, wie sie von Saul gewichen ist, den ich vor deinen Augen verstoßen habe. Dein Haus und dein Königtum sollen durch mich auf ewig bestehen bleiben; dein Thron soll auf ewig Bestand haben. Natan sprach zu David genau so, wie es (ihm) gesagt und offenbart worden war. Wer bin ich, mein Herr und Gott, und was ist mein Haus, dass du mich bis hierher geführt hast? Weil das in deinen Augen noch zu wenig war, mein Herr und Gott, hast du dem Haus deines Knechtes sogar Zusagen für die ferne Zukunft gemacht. Ist das eine Weisung, wie sie einem (schwachen) Menschen zukommt, mein Herr und Gott? Was soll David noch weiter zu dir sagen? Du kennst deinen Knecht, mein Herr und Gott. Um deines Wortes willen und nach der Absicht deines Herzens hast du alle diese großen Taten getan und deinem Knecht offenbart. Darum bist du groß, mein Herr und Gott. Ja, keiner ist dir gleich, und außer dir gibt es keinen Gott nach allem, was wir mit unseren Ohren gehört haben. Welches andere Volk auf der Erde ist wie dein Volk Israel? Wo wäre ein Gott hingegangen, um ein Volk für sich als sein Volk freizukaufen und ihm einen Namen zu machen und für dieses Volk große und erstaunliche Taten zu vollbringen, so wie du ganze Völker und ihre Götter vertrieben hast vor den Augen deines Volkes, das du dir von den Ägyptern freigekauft hast? Du hast Israel auf ewig zu deinem Volk bestimmt, und du, Herr, bist sein Gott geworden. Doch nun, Herr und Gott, verleih dem Wort, das du über deinen Knecht und über sein Haus gesprochen hast, für immer Geltung, und tu, was du gesagt hast. Dann wird dein Name groß sein für ewige Zeiten, und man wird sagen: Der Herr der Heere ist Israels Gott!, und das Haus deines Knechtes David wird vor deinen Augen Bestand haben. Denn du, Herr der Heere, Gott Israels, hast deinem Knecht offenbart: Ich will dir ein Haus bauen. Darum fand dein Knecht den Mut, so zu dir zu beten: Ja, mein Herr und Gott, du bist der einzige Gott, und deine Worte sind wahr. Du hast deinem Knecht ein solches Glück zugesagt. So segne jetzt gnädig das Haus deines Knechtes, damit es ewig vor deinen Augen Bestand hat. Denn du, mein Herr und Gott, hast es versprochen, und mit deinem Segen wird das Haus deines Knechtes für immer gesegnet sein.
ICH WAR
FREMD
UND
IHR HABT
MICH
AUFGENOMMEN
(Mt 25,35)
Die Wüste im Adventsbild der Milieukrippe in Sankt Maria in Lyskirchen, hier verkünden die Proheten die Ankunft des Messias.
Der römische Volkszähler notiert die Namen der Menschen in die Steuerlisten.
Neu in der Krippe seit dem 2. Advent ist der römische Volkszähler. Die Figur wurde von dem Holzbildhauer Leif Erik Voss geschaffen und von dem Atelier FORM
UND SCHNITT, Düsseldorf eingekleidet.
Die Milieukrippe in Sankt Maria in Lyskirchen kann gerne werktäglich ab 9 Uhr bis 18 Uhr besichtigt werden. An den Adventssonntagen von 9 Uhr bis 17.30 Uhr. Um 18 Uhr ist an den Adventssonntage Roratemesse zum Advent. Sie sind zur Mitfeier herzlich eingeladen.